Wie funktioniert der Kauf einer Domain

Wenn jemand eine Internetpräsenz aufbauen möchte, ist ein guter Domainname von entscheidender Bedeutung für den späteren Erfolg. Inzwischen sind die meisten Domains jedoch bereits vergeben, so dass die Auswahl häufig nicht mehr so groß ist. Viele Domains sind zwar offiziell vergeben, werden vom Besitzer jedoch gar nicht genutzt.

Nun gibt es im Internet spezielle Handelsplattformen, bei denen Interessenten bereits vergebene Domains käuflich erwerben können. Die größte Plattform dieser Art ist Sedo, ein Unternehmen, welches international tätig ist. Fast 700.000 Menschen nutzen diese Art des Domainkaufes bereits, mit steigender Tendenz, da die Anzahl der freien Domains immer knapper wird. Den Interessenten steht ein Katalog zur Verfügung, in welchem die Domains nach Kategorien sortiert sind. So haben sie einen besseren Überblick, um die beste Domain ausfindig zu machen.

Wenn ein ganz bestimmter Domainname gewünscht wird, der nicht zum Verkauf angeboten wird, kann man Sedo auch damit beauftragen, einen Kauf der Domain in die Wege zu leiten. Einige Domains werden im Rahmen einer Auktion verkauft, so dass der Interessent ein Gebot abgeben kann. Nach dem Ablauf der Auktion erhält dann der Höchstbietende den Zuschlag. Einige Top-Domains können mehrere tausend Euro kosten, es sind jedoch auch Schnäppchen für weniger als 100 Euro möglich.

Wenn der Käufer oder der Verkäufer gerne wissen möchte, was die Domain letztendlich wert ist, kann jeder der beiden ein Wertgutachten von Experten erstellen lassen. Diese Dienstleistung kostet zwar etwas, kann sich jedoch durchaus lohnen, denn man bekommt einen wichtigen Anhaltspunkt für den späteren Erfolg. Bei einer normalen Auktion wechselt die Domain auf jeden Fall ihren Besitzer, wenn Gebote abgegeben wurden. Bei den so genannten Premium-Domains sieht es dagegen so aus, dass ein Mindestbetrag erreicht sein muss, damit sie verkauft werden.

Für den Käufer fallen bei Sedo keine Gebühren an, denn die Provision muss der Verkäufer bezahlen. Wenn der Kunde jedoch die Domainvermittlung in Anspruch nimmt, muss er eine Grundgebühr von 69 Euro bezahlen, dazu kommt noch eine Provision von 10 Prozent. Sedo kümmert sich nach dem Kauf auch um den Transfer der Domain und die korrekte Zahlungsabwicklung. Der Kaufbetrag wird von einem Treuhandservice verwaltet, so dass der Verkäufer sein Geld erst bekommt, wenn der Käufer Besitzer der Domain ist. Auf diese Weise bietet Sedo seinen Kunden eine außergewöhnlich große Sicherheit, denn auch beim Domainhandel gibt es schwarze Schafe.

Für Verkäufer ist das Einstellen einer Domain vollkommen kostenlos, lediglich bei einem erfolgreichen Verkauf wird eine Provision fällig. Es können nicht nur Domains, sondern auch komplette Projekte über Sedo veräußert werden. Lediglich wenn der Verkäufer seine Domain besonders auffällig platzieren möchte, wird eine Gebühr fällig. Eine gute Platzierung innerhalb einer bestimmten Kategorie kostet aktuell neun Euro, eine 30-tägige Top-Position ist momentan für 39 Euro möglich.

Bei Sedo ist auch das so genannte Domain-Parking möglich. Hierbei handelt es sich um Domains, die zwar zum Verkauf angeboten werden, zwischenzeitlich jedoch als Werbefläche genutzt werden können. Sedo übernimmt die Schaltung der Werbung, passend zu einem vorgegebenen Suchbegriff und erstellt auch einen Hinweis darauf, dass die Domain zu verkaufen ist. Sedo bietet auch eine persönliche Kundenbetreuung an, so dass Käufer und Verkäufer alles aus einer Hand erhalten.

Wer den Transfer einer Domain privat abwickelt, und nicht auf einer speziellen Plattform, der sollte zumindest die Dienste eines Treuhänders in Anspruch nehmen. Es ist schon häufig vorgekommen, dass jemand viel Geld für eine Domain bezahlt hat, diese jedoch nie in seinen Besitz übergegangen ist. Ein Treuhandservice verwaltet das Geld so lange, bis der Transfer der gekauften Domain abgeschlossen ist, erst dann wird es an den Verkäufer überwiesen. Auf diese Weise haben Verkäufer und Käufer die größtmögliche Sicherheit, dass das Geschäft ohne Komplikationen abgewickelt wird.

Das Unternehmen Escrow ist ein international tätiger Treuhänder, der seinen Kunden umfassenden Service anbietet. Um den Service nutzen zu können, muss zuerst ein eigenes Treuhandkonto eröffnet werden. Die Eröffnung des Kontos kostet den Nutzer kein Geld, es wird nur eine Provision für getätigte Transaktionen fällig. Die Provision liegt pro Transaktion bei etwa zwei bis drei Prozent des zu verwaltenden Betrages. Der Käufer zahlt den Kaufbetrag für die Domain auf das Konto des Verkäufers ein. Dieser muss dann erst für den Tranfer der verkauften Domain sorgen, solange verwaltet das Treuhandunternehmen den Kaufbetrag. Sobald die Domain den Besitzer gewechselt hat, wird dem Verkäufer der entsprechende Betrag gutgeschrieben. Die Abwicklung der kompletten Transaktion erfolgt vollautomatisiert, so dass der Ablauf sehr einfach ist.

Domainpulse Dresden 2009

Seit 2004 findet jährlich die Domainpulse der 3 deutschsprachigen Registrierstellen, Denic, Nic.at und Switch statt.

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